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März 2016

Null Zins-Politik - harte Zeiten für Sparer

© Finanzplanung Ahlers

Jüngste Überraschung der Europäischen Zentralbank (EZB): der Leitzins wurde auf das Rekordtief von null Prozent gesenkt. Durch die Ausweitung der ohnehin lockeren Geldpolitik soll auf die Banken Druck ausgeübt werden, mehr Kredite an Unternehmen und Verbraucher zur Verfügung zu stellen und so die Inflation anzuheizen.

Die bereits im April 2015 gestarteten Ankäufe von Staatsanleihen wurden weiter angehoben und um Zukäufe von Unternehmensanleihen auf inzwischen 80 Milliarden Euro erweitert. Der Erfolg indes lässt auf sich warten; fehlende Strukturreformen der Realwirtschaft sind mit frischem Geld allein nicht zu ersetzen.

Sparer als Leidtragende

Während Hausbauer sich freuen – die Immobilienkredite sind so niedrig wie nie -, werden Sparer enttäuscht und müssen sich auf weiter sinkende oder gar keine Zinsen mehr einstellen. Nicht dem Eingreifen der EZB geschuldet, sondern vielmehr Dank des Ölpreisverfalls, lag die Teuerungsrate im Februar 2016 ebenfalls bei null Prozent. So bleibt dem Sparer der Trost, bei null Prozent Zinsen wenigstens keine realen Verluste einzufahren. Kommt indes eine höhere Inflation hinzu, ist auch dieser Trost dahin.

Gefährdete Altersvorsorge durch „riskante“ Garantien

Gegenwärtig weisen etwa 45 Prozent der europäischen Staatsanleihen negative „Renditen“ auf. Dennoch werden diese Anlagen weiter stark nachgefragt. Das ist zum Teil systembedingt, da in Deutschland für viele klassische Anlagen, wie Lebens- und Rentenversicherungen sowie für private und betriebliche Altersvorsorgeprodukte Garantien bestehen. Zur Rückdeckung dieser Garantien kaufen institutionelle Anleger in erster Linie deutsche Staatsanleihen – bei Laufzeiten bis acht Jahre aktuell zu Negativzinsen, bei 10-jährigen Anleihen zu 0,22% Zinsen.

Hier wäre es dankenswert, einen Konsens zu finden. Garantien sind sinnvoll, von Vielen auch gewünscht; und bei Produkten mit staatlicher Förderung und Zuschüssen müssen Regularien eingehalten werden. Aber bereits eine Absenkung des Garantieniveaus um beispielsweise 10 Prozent würde den Anteil an Staatsanleihen reduzieren, um so die Möglichkeit eines erhöhten Aktien- und Mischfondsanteils zu schaffen und somit zu einer besseren Rendite beitragen.

Inhalt: Karin Ahlers

hier geht's zum Link: Dr. Jens Erhardt_Schwächephasen für Aktienkäufe nutzen

Copyright/Quelle/Zuerst erschienen bei: Finanzplanung Ahlers


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