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NEUE Besteuerung von Fondsanlagen ab 2018 MIT Broschüre

BVI BroschüreMit dem Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung wurde im Juli 2016 ein neues System der Besteuerung von Fondsanlagen für Privatanleger beschlossen, das 2018 in Kraft tritt. Damit wird eine fällige Anpassung im Rahmen der EU-Harmonisierung vorgenommen.

Besteuerung auf Fondsebene

Bislang werden/wurden Fondsanleger wie Direktanleger behandelt. Steuern fielen lediglich auf Ebene des Anlegers an, jedoch nicht auf Fondsebene. Ab 2018 werden bestimmte Erträge bereits direkt beim Fonds besteuert; im Gegenzug gibt es für Anleger Teilfreistellungen auf Erträge. Bei Aktienfonds bleiben dann 30% der Erträge steuerfrei, bei Mischfonds sind es 15% und bei Immobilienfonds sogar 60% oder 80% in Abhängigkeit vom Auslandsanteil.

Bedingungen für die Anerkennung zur Teilfreistellung
Was bei Aktienfonds (Vorgabe: mindestens 51% Aktienquote) kaum ein Hindernis darstellt, muss bei Mischfonds von der Fondsgesellschaft überdacht werden: Um steuerlich als Mischfonds anerkannt zu werden, muss der Fonds ständig zu mindestens 25% in Aktien investiert sein. Hier wird das Fondsmanagement von Fonds zu Fonds abwägen, ob das Ergebnis entweder im Sinne der Teilfreistellung  oder aber des Chance-Risikoverhältnisses zu treffen ist.

Besteuerung beim Anleger !

Auch für sogenannte Altanlagen (Fondsanteile, die bis Ende 2008 angeschafft wurden) ergeben sich Neuerungen: der bisherige Bestandsschutz gilt bis zum 31.12.2017., d.h. Kurssteigerungen ab 2018 sind grundsätzlich steuerpflichtig. Aber Anleger erhalten einen Freibetrag von 100.000 Euro, so dass die meisten Altbestände in Kundendepots noch auf Jahre hinaus faktisch steuerfrei bleiben werden. Erst wenn dieser Freibetrag aufgebraucht ist, unterliegen die Anteile ebenfalls der regulären Besteuerung.

Steuerfreie Gewinne aus Altanlagen  Altanlagen

Es hat sich bewährt, die Altanlagen zu halten (besonders bei den Aktienfonds). Von 2009 bis 2017 konnten dadurch hohe steuerfreie Gewinne erzielt werden, auch begünstigt durch die niedrigen Kurse im Finanzkrisenjahr 2008. Da für die neue Freibetragsregelung von 100.000 Euro je Depotinhaber (gilt auch im Vererbungsfall) nur die Gewinne ab 01.01.2018 gerechnet werden, ist der Freibetrag durchaus wertvoll. Auch nach den neuen Steuerregeln ist es sinnvoll, die Altbestände weiterhin zu halten.

 

Hier gelangen Sie zur Broschüre des BVI mit den wichtigsten Fakten  

 


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