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Aktiv mit den besten Fonds gegenüber Passiv mit ETF's

ETF's erfreuen sich derzeit ungebremster Mittelzuflüsse. Aufgrund einer günstigen Kostenstruktur sprechen sie zunehmend private Investoren an.

Was steckt dahinter?

Ein ETF (Exchange Traded Funds) bildet die Wertentwicklung eines Index', wie beispielsweise des DAX, ab und wird statt über die Investment-gesellschaft direkt an der Börse gehandelt. Die Anlagestrategie von ETF's ist in aller Regel passiv - Investitionen erfolgen nicht auf Basis eigener Meinungen und Einschätzungen, sondern gemäß dem jeweiligen Regelwerk - es wird versucht, die Wertentwicklung einer vorab definierten Benchmark abzubilden. Kosten für ein aktives Fondsmanagement entfallen somit.

Nachfolgend vergleichen wir einige unserer Top Fonds mit den jeweiligen ETF's gleicher Kategorie.
Hierbei haben wir immer den maximal möglichen Zeitraum gewählt, den unsere Datenbank (FVBS FundAnalyzer) bereithält. Bitte beachten Sie, dass der Fonds in vielen Fällen länger besteht als der vergleichbare ETF.

 Region Aktienfonds    
Deutschland DWS Aktien Strategie Deutschland MainFirst Germany  
Europa Threadneedle Pan European Jupiter European Growth Nordea European Value
Europa ex. UK Threadneedle European Select    
International DWS Top Dividende Franklin Mutual Global Discovery Loys Global
Asien Fidelity Asian Special Situations Fidelity Pacific  
Emerging Markets Fidelity Emerging Markets Magellan  
Frontier Markets Magna New Frontiers    

 

Gut gemanagte Fonds sind ETF's überlegen

ETF-Investoren nehmen sich konzeptbedingt die Chance, bessere Ergebnisse als der Index zu erzielen. Die Chartvergleiche verdeutlichen den Mehrwert des aktiven Managements. Das setzt aber eine gute Fondsauswahl voraus. In den Depots deutscher Anleger liegen mitunter schlechte Fonds, die indexnah gemanagt werden. Da sind ETFs dann die bessere Alternative.

Für die von uns genutzten flexiblen Aktien-, Misch- oder Multi-Asset-Fonds, wie Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, FvS Multiple Opportunities oder Deutsche Concept Kaldemorgen gibt es ohnehin keine Alternative auf ETF-Basis. Hier treffen erfahrene Fondsmanager tagtäglich Entscheidungen über die Portfoliogewichtungen und passen die Fonds stets den Marktgegebenheiten an. Hier müsste der ETF-Anleger eigene aufwändige Anpassungen vornehmen, welche Kostenvorteile nach und nach dahinschmelzen lassen.


Kostenvor- und Nachteile von ETFs

Kostenvorteile von ETFs
Die niedrigen internen Kosten bei ETFs wirken sich grundsätzlich positiv auf die Wertentwicklung aus. Kosten, die nicht entstehen, müssen nicht erst durch Wertentwicklungen der Papiere im Fonds kompensiert werden, bevor Anleger in die Gewinnzone kommen.

Gerade ETFs auf Indizes etablierter Märkte wie DAX, Euro-Stoxx oder S&P 500 arbeiten so günstig, dass ihre Wertentwicklung sehr nah an der des Index liegt. Aufgrund der dennoch vorhandenen Kosten schneiden ETFs aber grundsätzlich etwas schlechter als der Index ab.

Transaktionskosten
Beim Kauf von aktiv gemanagten Fonds fällt in der Regel ein Ausgabeaufgeld zwischen 1 bis 6% an. Auch hier besteht allgemein ein Kostenvorteil der ETFs, da keine Aufgelder anfallen. Allerdings fallen bei ETFs Transaktionskosten der Depotbanken an.

Sonderkonditionen bei Finanzplanung Ahlers
Gemäß unserer Rabattstaffelung (ab 30.000 €)  wird das Fondsagio bei Neuinvestitionen auf alle aktiv gemanagten Fonds reduziert, Fondstäusche werden zu 70% rabattiert. Es fallen keine weiteren Transaktionskosten an.

Die laufenden Kosten eines aktiv gemanagten Fonds sind höher, aber hier reicht schon ein geringfügig besseres Ergebnis als der Index, damit der aktiv gemanagte Fonds nach Kosten unterm Strich besser abschneidet als der ETF. Siehe Chartvergleiche oben: Fonds aktiv vs. ETF passiv.

ETFs sind prozyklisch

Jeder ETF kann nur so gut oder schlecht sein wie der Index, dem er folgt. Kenntnisse über die Zusammensetzung und laufende Anpassung des Index sind also bei der Auswahl von ETFs unabdingbar. Gerade die etablierten marktgewichteten Indizes haben einen entscheidenden Nachteil: Überdurchschnittlich steigende Preise einer Aktie führen zu einer stärkeren Gewichtung dieser Aktie im Index, dadurch besitzen daran angelehnte ETFs automatisch eine unerwünschte prozyklische Komponente.

Die geringen Transaktionskosten der ETFs verleiten Anleger zudem gerne dazu, den Markt „timen“ zu wollen – also häufiger umzuschichten, um die Rendite zu erhöhen. In der Praxis fällt Anlegern antizyklisches Handeln aber oft sehr schwer. Meist wird lieber das gekauft, was schon gut gelaufen ist und damit quasi seine Qualität unter Beweis gestellt hat. Dass solches ETF-Trading meist ins Auge geht, zeigt eine Studie des US-Analysehauses Dalbar:

Demnach haben amerikanische ETF-Anleger in den letzten 15 Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 2,85 % erzielt, während der S&P 500 Index im selben Zeitraum um rund 5 % p.a. zugelegt hat. Kostengünstige passive Instrumente sind also nicht per se der Schlüssel zum Anlageerfolg!

Das Flossbach von Storch Research Institut hat jüngst untersucht, wie oft Anleger die so beliebten Indexfonds (ETFs) handeln. Mit dem Ergebnis hätte Bogle vermutlich so seine Probleme, denn ETF-Anleger sind sehr viel aktiver, als sie es vermutlich sein sollten. So lag etwa das Handelsvolumen im US-Aktienindex S&P 500 (relativ zur Anzahl der ausstehenden Aktien) im Zeitraum  vom 1. Januar 2014 bis zum 31. März 2017 bei 0,88 Prozent am Tag. Der größte  US-ETF auf diesen Index kam hingegen auf ein durchschnittliches (relatives) Volumen von 12,4 Prozent. Das bedeutet, dass  jeden Tag knapp ein Achtel des ETF-Volumens umgeschlagen wird...
„Passives“ Investieren ist also mitunter eine recht aktive Angelegenheit – nicht selten leidet darunter die Rendite.

Zudem ist zu beachten, dass die Welt der ETFs komplexer wird: Gab es im Aktienbereich früher ETFs auf etablierte Indizes wie DAX, Euro-Stoxx oder S&P 500, ist die Auswahl heute so unüberschaubar wie nie zuvor. Getrieben vom ETF-Boom kreieren Indexanbieter laufen neue Indizes, an denen die Anbieter ihre ETFs ausrichten sollen. Inzwischen übersteigt die Anzahl der Aktienindizes sogar die Zahl der an den US-Börsen gelisteten Aktien. Den „richtigen“ Index zu finden ist mittlerweile schwerer als die Auswahl der besten Aktie – verkehrte Welt.

BaFin weist auf Risiken von ETFs hin (19.06.2017)

Wegen der steigenden Popularität von ETFs möchte die BaFin vor allem Privatanleger über einige unbeachtete Risiken aufklären und betont, dass der Kostenvorteil der ETFs nicht unweigerlich ein aktives Fondsmanagement schlägt.

„Auch ETFs können sich den Regeln der Märkte nicht entziehen. Für Privatanleger ist es darum wichtig, dass sie über die Risiken Bescheid wissen“, schreibt Alexander Boll, BaFin-Referat für Verbrauchertrendanalyse und Verbraucheraufklärung.

Die BaFin betont, dass ETFs, wie andere Anlageformen, Konjunktur und wirtschaftspolitischen Entscheidungen unterworfen sind und deshalb Wertschwankungen aufweisen könnten.

„Zudem bedeutet der Kostenvorteil nicht automatisch, dass das Anlageergebnis besser ist als beispielsweise das eines klassischen Investmentfonds, bei dem der Fondsmanager aktiv versucht, ein besseres Ergebnis zu erzielen.“

Probleme bei Marktturbulenzen
Privatanleger sollten bei der Wahl eines ETFs allerdings kritisch hinterfragen, ob sie die Anteile auch wirklich jederzeit zu einem „fairen“ Preis verkaufen können, heißt es im Bericht. Sollten Marktturbulenzen auftauchen, seien nicht alle ETFs aufgrund fehlender Liquidität handelbar.
„Denn nicht alle ETFs handeln täglich große Mengen ihrer Anteilsscheine. Einige ETFs weisen nur geringe Handelsvolumina pro Tag auf, so dass für die zu (ver)kaufenden Anteile nur schwer ein (Ver)käufer zu finden ist.“

Kosten im Auge behalten
Weiterhin lägen hinter ETFs, die dem gleichen Markt oder Sektor folgen, nicht zwangsläufig die gleichen Referenzwerte zugrunde.

„Das kann zusätzliche Risiken bergen, die nur schwer zu bewerten sind, beispielsweise Risiken aus Wertpapierleihgeschäften, Hebelgeschäften und Leerverkäufen. Hinzu können weitere Risiken kommen, zum Beispiel Kontrahentenrisiken, Währungsrisiken oder das Risiko einer Handelsaussetzung“, heißt es im Artikel der BaFin.

Trotz angepriesenem Kostenvorteil sollte der Privatanleger die Kosten im Auge behalten, denn der Aufwand beim Erwerb muss bezahlt werden. So fallen Provisionen, Verkaufsgebühren und direkte Handelskosten an.

Link zum kompletten Artikel (auch mit weiteren Hintergundinformationen zu ETFs):
BaFin 19.06.2017: ETFs in der Niedrigzinsphase – Eine sichere Alternative?

ETFs bei Finanzplanung Ahlers - ein Fazit

Finanzplanung Ahlers steht für die langfristig orientierte, renditestarke Kapitalanlage in Investmentfonds. Dementsprechend setzten wir uns auch mit dem Thema ETFs intensiv auseinander. In den Medien ist die Berichterstattung leider sehr undifferenziert - ETFs werden entweder vergöttert oder verteufelt.


ETFs ergänzen unser Angebot. Über viele unserer Depotstellen haben wir bereits heute Zugriff auf ein breites Spektrum an unterschiedlichsten ETFs verschiedener führender Anbieter. Wenn wir für ein Marktsegment keinen guten aktiv gemanagten Fonds finden, kommen ETFs als Alternative in Frage  .... dann als langfristiges Strategieinvestment und nicht für das am Markt übliche schnelle Rein und Raus.

Die entscheidenden Erfolgsfaktoren sind andere:
•    Global Asset Allokation
•    Langfristige Anlagestrategie
•    Disziplin: Die Geldinvestition mit einer Geduldinvestition ergänzen
•    Antizyklisch Denken und Handeln

Diese Punkte vorausgesetzt, stellt sich dann die Frage der Umsetzung durch eine intelligente Zusammenstellung von Einzelfonds in einem Fondsportfolio. Wir finden genügend aktiv gemanagte Fonds, insbesondere regional betrachtet (z.B. die Fidelity Fonds für den asiatischen Aktienmarkt), die nachweislich wesentlich bessere Ergebnisse als ETFs erzielen. Wir fühlen uns auch wohler mit dem Wissen, dass ein erfahrener und denkender Mensch den Fonds steuert.

Sprechen Sie uns bei weiteren Fragen zum Thema ETFs gerne an.


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